0 oder O? So wird Ihnen die Passnummer nicht zum Verhängnis

Die Koffer sind gepackt, das Taxi wartet. Die Fahrt zum Flughafen ist ohne Verzögerung geschafft. Schnell zum Check-in und den Boarding-Pass entgegennehmen. Kein SSSS-Vermerk? Glück gehabt! Dann schnell zum einfachen Sicherheitscheck und ab ins Flugzeug. Die Motoren starten. Der Flieger hebt ab. Die Vorfreude steigt. Die Zeit vergeht wie im Flug. Der Flieger setzt zur Landung an. Gleich ist es soweit! Das Abenteuer USA-Urlaub kann beginnen!

Steht die richtige Passnummer im ESTA-Antrag?

Auf amerikanischem Boden zu landen, heißt noch nicht, dass man einfach durch die Tür gehen und sein amerikanisches Reiseabenteuer starten kann. Die Einreise auf US-Flughäfen kann erhebliche Probleme bereiten. Damit Sie nicht ins Fettnäpfchen treten, geben wir Ihnen hier die nötige Hilfe an die Hand.

Der Flieger ist gelandet. Die Beine bekommen auf den langen Flughafengängen, auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle und Immigration, endlich wieder Gefühl. Die Vorfreude steigt. Man reiht sich in eine der zahlreichen Schlangen für ESTA ein und wartet … und wartet … und wartet. Reisepass und bewilligten ESTA-Antrag – der Pflichtantrag für die visumsfreie Einreise in die USA – in den Händen haltend. Das Herz schlägt schneller. Die Vorfreude steigt, man denkt nicht daran, dass die eingetragene ESTA-Passnummer nicht mit der im Reisepass übereinstimmen könnte. Die Schlange am Schalter wird endlich kürzer und kürzer. Jetzt ist es gleich so weit. Der letzte Schritt, bevor die Einreise in die USA abgeschlossen zu sein scheint. Der letzte Schritt, bevor der Traumurlaub im Land der unbegrenzten Möglichkeiten beginnen kann.

Reisepass- und Esta-Passnummer stimmen nicht überein

Der Puls steigt. Die Nervosität auch. Man ist an der Reihe, lächelt die nette US-Einreisebeamtin an, händigt Reisepass und ESTA-Bewilligung über den Tresen. Die Sekunden dehnen sich zur Unendlichkeit. Was kann schon passieren? Die Reisepassnummer wird gescannt. Der ESTA-Antrag auch. Die Systeme rattern. Der Kopf der US-Einreisebeamtin hebt sich vom Bildschirm und blickt einen an. Die Miene wird ernst. Die Einreise könne nicht bewilligt werden! Es liege kein Antrag in Übereinstimmung mit der Passnummer vor!

Das kann doch nicht sein! Man hat den Online-ESTA-Antrag gewissenhaft ausgefüllt. Die Bewilligung wurde kurze Zeit später bestätigt. Wieso wird einem denn jetzt die Einreise untersagt? Alle geforderten Dokumente liegen doch vor! Wieso stimmt die Passnummer im Reisepass nicht mit der ESTA-Passnummer überein? Was stimmt nicht? Wo liegt der Fehler?

Ist es eine 0 oder ein O im Reisepass?

Häufig finden die US-Einreisebeamten den Fehler schnell. Es liegt an der Dokumentennummer im Reisepass, die nicht mit der online eingetragenen ESTA-Passnummer übereinstimmt. Denn seit es in Deutschland die neuen biometrischen Personalausweise und Reisepässe gibt, schleicht sich häufig ein folgenschwerer Fehler bei Onlineantragsstellungen für die ESTA ein. Die Reisepass-Nr. wird falsch übertragen, weil statt einer 0 (die Zahl Null) häufig ein O (der Buchstabe) eingetippt wird.

Dieser kleine „Tippfehler“ führt dazu, dass bei der elektronischen Überprüfung und Abgleichung der Reisepass-Passnummer und der ESTA-Passnummer keine Übereinstimmung gefunden werden kann. Wie auch? 0 oder O das ist schließlich ein gravierender Unterschied!

0 oder O im Reisepass wir klären auf!

Möchte man in die USA reisen, braucht man einen Reisepass, denn dieser enthält die auch für den ESTA-Antrag anzugebende Dokumentennummer. Diese Reisepassnummer (oder einfach als Passnummer oder auch – kompliziert ausgedrückt – als alphanumerische Seriennummer bezeichnet) ist eine neunstellige Kombination aus Zahlen und Buchstaben und genau hier liegt auch das Fehlerpotential verborgen. Bei der gewählten Schrift wurde nicht sorgfältig aufgepasst, sodass sich Buchstaben und Zahlen ähneln können. Dies ist besonders im Hinblick auf die Frage O oder 0 der Fall.

Bevor wir diese Problematik auflösen, klären wir noch folgende Frage: wo finde ich die Reisepassnummer? Die Passnummer findet man gleich mehrfach im Reisepass. Sie steht zum einen auf der laminierten Karte mit Passfoto, sowohl rechts oben in der Ecke als auch in der sogenannten maschinenlesbaren Zone. Das ist die unterste Zeile im Reisepass und sie enthält neben der Passnummer auch Angaben zum Namen, Geschlecht, Geburtsdatum und zur Nationalität. Außerdem ist die Reisepass-Nr. auf jeder Seite des Reisepasses eingestanzt.

Deutsch Reisepassnummer

Ist online ein ESTA-Antrag auszufüllen, orientiert man sich am besten an der mit „Pass-Nr.“ betitelten Nummer auf der laminierten Seite oben rechts. Sie besteht aus einer neunstelligen, willkürlich gewählten Zahlen- und Buchstabenkombination.

Die entscheidende Frage: ist es ein O oder eine 0?

Um die Reisepassnummer zu bilden, stehen insgesamt 27 Zeichen (Buchstaben und Ziffern) zur Verfügung. Das sind zum einen die Zahlen 0 bis 9, die übrigen 17 Zeichen sind Buchstaben. Mhm, hat unser Alphabet nicht aber 26 Buchstaben, bzw. sogar mehr, werden die Umlaute und das Eszett mitgezählt? Welche Buchstaben werden also bei der Erstellung der Passnummer im Reisepass nicht verwendet?

In erster Linie wurde darauf verzichtet, die Buchstaben B, D, Q und S zu verwenden. Damit erst gar nicht aus Zufall sinnvolle Wörter gebildet werden können, hat man sich ebenfalls dazu entschieden, keine Vokale oder Umlaute zu verwenden. Und damit ist auch schon die Antwort darauf geliefert, ob es sich in der Passnummer um eine Null oder ein O handelt. Denn wenn die Dokumentennummer im Pass keine Vokale enthält, kann sie auch nicht den Buchstaben O enthalten. Auch was man vielleicht für ein O halten kann, muss also eine Null sein.

Es ist dies eine Vorsichtsmaßnahme, damit die automatische Zeichenerkennung beim Einscannen des Reisepasses durch computergestützte Systeme garantiert werden kann. Und wenn man das bei der ESTA-Antragstellung weiß, dann wird es eben nicht dazu kommen können, dass man am Schalter in den USA nur wegen eines Tippfehlers von einem US-Einreisebeamten gesagt bekommt, dass einem die Einreise verwehrt wird.

Die Frage nach 0 und O in der Reisepassnummer ist beantwortet

Mikroskop und Lupe werde also nicht gebraucht. Denn wenn auch der Unterschied zwischen der Null und dem Großbuchstaben O im Allgemeinen schwer zu erkennen ist, so herrscht jetzt zumindest Klarheit für die Passnummer im Hinblick auf die O-oder-Null-Frage. Eine Einschränkung beim Gebrauch von Vokalen und anderen Buchstaben im Reisepass gibt es selbstverständlich nicht dort, wo diese unerlässlich sind: beim Namen oder Geburtsort etwa.

Zusammengefasst: die Reisepass-Nr. enthält keine Vokale und damit auch nicht den Großbuchstaben O. Wer also bei seinem ESTA-Antrag das Feld für die Passnummer ausfüllt, der kann die Zahl Null, aber nicht den Buchstaben O verwenden.

Alles klar? Und damit es nicht noch zu anderen Missverständnissen bei der Einreisekontrolle in die USA kommt, im Folgenden noch ein weiterer kleiner Hinweis.

ESTA-Antrag und Umlaute

In der Passnummer gibt es keine Umlaute, diese sind dort ebenso ausgeschlossen wie die oben genannten Konsonanten und die Vokale. Wie aber verhält es sich mit Umlauten, die in den anderen im ESTA-Antrag anzugebenden Daten enthalten sind?

Wenn die Kontakt- oder andere für die ESTA verlangten Informationen Umlaute enthalten, so müssen diese auch als solche im Antrag eingegeben werden. Die Vorschriften dazu besagen, dass die Daten aus dem Reisepass 1 zu 1 übernommen werden müssen.

Sollten also Ihr Name oder Ihre weiteren Kontaktdaten im Reisepass Umlaute enthalten, so übertragen Sie diese bitte entsprechend in den Antrag, denn auch falsch geschriebene Namen können im Verkehr mit US-Einreisebeamten zu Problemen bei der Einreise führen. Die mögliche Verwirrung um 0 oder O bei der Reisepassnummer ist also nicht das Einzige, das bei der Ausfüllung des ESTA-Antrags zu beachten ist.

Korrekte ESTA-Angaben sollen behördlich unterstützt werden

Wenn Sie sich beim Ausfüllen des ESTA-Antrags an die von uns genannten Informationen halten, sollten Ihnen keine Fehler mehr unterlaufen. Dennoch denken auch die Behörden mit. Auch sie wollen das Fehlerpotential bei der ESTA-Antragstellung verringern. Deswegen überlegt man, folgende Änderungen bei der Antragstellung einzuführen:

In Zukunft soll die „maschinenlesbare Zone“ (unterste Zeilen der laminierten Seite) als Foto zum Antrag hochgeladen werden können.

Beim Ausfüllen des Feldes „Reisepass-Nr.“ wird das Eingeben des Vokals O verweigert. Tippt man also den Buchstaben O, so passiert gar nichts. Gleiches soll auch für die anderen Vokale, die Umlaute und die Buchstaben B, D, Q und S erfolgen.

Ferner soll auf der deutschen ESTA-Internetseite ein Hinweis aufgeführt werden, der Antragstellern erklärt, wie sich deren deutsche Passnummer zusammensetzt. In diesem Hinweis soll ebenfalls die Information enthalten sein, dass keine Vokale verwendet werden.

0 oder O in neuen Reisepässen

Wer über einen neuen Reisepass verfügt, der nach dem 01. März 2017 ausgestellt worden ist, wird feststellen, dass es einen optischen Unterschied zwischen der Zahl Null und dem Großbuchstaben O gibt, der zumindest dann als offensichtlich erscheint, wenn man gezielt danach schaut. Diese Unterscheidbarkeit ändert aber nichts daran, dass in der Reisepassnummer keine Vokale vorkommen dürfen bzw. dass eine Verwechslung nicht völlig ausgeschlossen ist, wenn dies nicht bekannt ist.

 

Unsere Reisepass

 

Wenn man sich das im Reisepass anschaut und man die Zahl 0 und den Buchstaben O in Angaben wie Name, Behörde, Ausstellungsdatum etc. vergleicht, so stellt man fest, dass der Buchstabe O dort sehr schlank, während die Zahl 0 eher rundbäuchig abgedruckt ist.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Antragstellung und eine tolle Zeit in den USA.




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