Was USA Reisende erwartet, wenn auf ihrer Bordkarte das Kürzel „SSSS“ vermerkt ist

 

Stellen Sie sich vor, Sie bekommen ihre Bordkarten für die Urlaubsreise in die USA und auf Ihrer Karte ist das Kürzel „SSSS“ vermerkt, während die Bordkarte Ihres Mitreisenden ohne diesen Zusatz ausgestellt ist. Da kommt einem beim ersten Mal vermutlich sofort die Frage: „Was hat das zu bedeuten und warum steht es ausgerechnet auf meiner Bordkarte?“

Secondary Security Screening Selection oder kurz „SSSS“ bedeutet so viel wie eine zweite Kontrolle, die zusätzlich zu der gängigen Kontrolle bei der Einreise gemacht wird. Wer diesen Vermerk auf seiner Bordkarte vorfindet, sollte viel Zeit einplanen und Geduld mitbringen. Doch was erwartet einen bei dieser zusätzlichen Kontrolle?

Vorwiegend führt von der US Sicherheitsbehörde beauftragtes oder gestelltes Personal persönliche Befragungen durch. Diese finden teils am Schalter beim Check-in oder auch am Boarding-Gate statt. Nach der Landung in den USA werden die Passagiere mit der „SSSS-Kennung“ für die Befragung auch oft in einen abgeschirmten Raum gebracht.

Nun wissen Sie also, was sie erwartet. Bleibt aber noch die Frage, warum es einen selber trifft. Grundsätzlich machen die US Behörden die weitere Kontrolle, wenn ein Passagier in irgend einer Form verdächtig ist. Welches Kriterium die Behörde dazu anwendet, ist jedoch nicht bekannt. Dadurch würden sonst verdächtige Personen gewarnt werden und damit wäre der Sinn der Kontrollen verloren. Letztlich sind wohl nach Angaben von Luftverkehrsexperten mehrere Faktoren im Spiel: Wann und wie wurde das Ticket gebucht und bezahlt. So könnte ein Fluggast, der sein Ticket bar bezahlt, sich verdächtig machen. Auch ein fehlendes Rückflugticket oder Tickets, die über 3. gebucht wurden, können ein Kriterium sein. Hier finden Sie weitere Tipps und Kriterien zur Einreise in die USA.

Wird das Ticket am Abflugtag gekauft, läuft man ebenfalls Gefahr, die zusätzliche Kontrolle durchlaufen zu müssen. Bestimmte Namen, Probleme bei einer früheren Einreise in die USA oder eine Rückreise, die nicht ins Heimatland geht, sind weitere Punkte, die einen zur „verdächtigen Person“ machen können.

Doch nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Liest man in diversen Foren oder Facebookgruppen zu USA Reisen, sind diese Kontrollen meistens halb so schlimm, wie man aufgrund der Fakten annehmen könnte. Natürlich finden sich auch Extrembeispiele und eventuell gibt es wirklich ausgerechnet bei einem selbst dann eine viel größere Zeitverzögerung als bei normalen Kontrollen. Aber letztlich dient es auch der eigenen Sicherheit und wer die Verhaltensregeln entsprechend beachtet, den erwartet nach der Kontrolle ein aufregendes Land.