Route 66

Die Route 66 war einst der wichtigste Highway der USA – und ist heute der wohl Beliebteste der Welt. Sie erstreckt sich von den Randbezirken Chicagos bis nach Los Angeles und verläuft dabei durch 8 Staaten und unterschiedlichste Regionen im Herzen des Landes. Eine Fahrt auf der Route 66 ist perfekt, um zu erleben, was Amerika so „amerikanisch“ macht.

Die Straße bietet aber nicht nur ein herrliches Fahrgefühl und Gelegenheiten zum Plausch mit Einheimischen, sondern auch eine interessante, mehr als 100-jährige Geschichte, die für sich allein schon abenteuerlich anmutet. Bis 1926 war die Route 66 noch unbefestigt und hatte einen anderen Namen. Sie wurde zum Teil mit einem Abschnitt des National Old Trails Highway, einer der ersten in den USA gebauten transkontinentalen Straßen, zusammengelegt. Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts büßte die Route 66 nach und nach an Berühmtheit und Bedeutung ein, denn andere Hochgeschwindigkeits-Highways wurden gebaut, um die Nachbarstaaten zu verbinden. Im Jahr 1984 war der letzte Abschnitt der neuen Schnellstraße fertiggestellt und die alte Straße wurde zur historischen Route 66.

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Aber auch, wenn sie offiziell an Wichtigkeit eingebüßt hat, konnte die Route 66 sich ihren urtümlichen Charme und Zauber erhalten, mit dem sie heute Besucher aus aller Welt auf ihren Asphalt lockt. Die originale Route von Ost nach West beginnt in Chicago, Illinois und verläuft durch Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico und Arizona, bevor sie schließlich im sonnigen Kalifornien endet. Schauen Sie mal auf der Karte nach und machen Sie sich ein Bild von den Dimensionen – Sie werden schnell merken, dass es sich bei der Fahrt um ein absolut unvergessliches Erlebnis handelt.

Unten haben wir einige der kultigsten (und wahrscheinlich interessantesten) Motels, Diners und Rasthöfe für Sie aufgelistet, damit Sie auf Ihrer Reise ein authentisches Stück amerikanisches Lebensgefühl genießen können.

1. Soulsby’s Service Station, Mt. Olive, Illinois

Die Soulsby-Familie eröffnete diese Shell-Tankstelle im Jahr 1926 in der Nähe des U. S. 66. Durch seine Begradigung im Jahr 1930 führt der Highway jetzt jedoch unmittelbar am Geschäft vorbei – Grund genug für einen Ausbau. Die Raststätte war bis 1991 im Familienbesitz und wurde anschließend von einer regionalen Nichtregierungsorganisationen übernommen und saniert.

2. Bob’s Gasoline Alley, Cuba, Missouri

Bob’s Gasoline Alley beherbergt die größte Kollektion an Erinnerungsstücken der 1950er und 60er-Jahren, die entlang der Route 66 zu finden ist. Hier gibt es historische Schilder und Werbeanzeigen, zum Beispiel für beliebte Benzinsorten, alkoholische Getränke und Softdrink-Marken. Das Museum befindet sich in der Nähe von Fanning im Südwesten von St. Louis und ist die perfekte Station für alle, die authentische Orte lieben.

3. Bush Creek Bridge (die „Rainbow Bridge“), Riverton, Kansas

Der namhafte amerikanische Ingenieur James Barney Marsh war ein Brückenspezialist (zum Beispiel berühmt für sein Design der Marsh Arch Bridge) und hat mehr als 70 Bauprojekte im Mittleren Westen erfolgreich abgeschlossen. Etwa die Hälfte seiner Werke ist noch heute in Gebrauch.

Im Jahr 1920 wurde eine neue asphaltierte Straße gebaut, um die Bergbaustädte Baxter Springs, Galena und Riverton zu verbinden. Für diese Anbindung wurde auch eine Brücke benötigt und so wurde im Jahr 1923 eine 40 Meter lange Brücke mit Betonbögen (inspiriert von einem Design Marshs) auf diesem Abschnitt der alten Route errichtet. Ihre Bauweise ist einzigartig in Kansas. Trotz einer Reparatur im Jahr 2005 kann man sie heute nur noch zu Fuß überqueren.

4. Charles C. „Cash and Carry“ Pyle, Oklahoma

Charles Pyle war ein Organisator von Sportveranstaltungen und Theaterbesitzer. Eines Tages kam er auf den Gedanken, ein Rennen zu veranstalten, bei dem die Läufer die gesamte Strecke von Los Angeles (Kalifornien) bis nach New York zurücklegen und dabei auch durch Chicago (Illinois) kommen sollten.

Um seine Idee umzusetzen, rekrutierte Pyle eine Menge interessanter Menschen: Von professionellen Läufern wie Arthur Newton und Juri Lossman über einen Hindu-Philosophen bis hin zu einem italienischen Sänger waren Charaktere aller Couleur vertreten. Außerdem versuchte Pyle, das Event offiziell zu machen und den Gewinn zu steigern, indem er einen Tribut von den Städten auf der Route forderte. Städte, die den Tribut nicht zahlten, sollten zur „Strafe“ ausgelassen werden. Vor der Ankunft der Läufer wurde in jeder Stadt eine Kirmes veranstaltet, um das Durchlaufen der Station zu feiern.

Das erste Rennen wurde im Jahr 1928 abgehalten, war aber weniger erfolgreich als erwartet. Ein Jahr später veranstaltete Pyle eine überholte Version des Rennens, aber auch dieses Mal blieb der Erfolg aus und die Unternehmung führte zu einem vorübergehenden Bankrott.

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5. Buggy Ranch, Conway Texas

Im Jahr 1967 eröffnete die Crutchfield-Familie eine Tankstelle und einen Souvenirladen an der Kreuzung der I-40 und TX 207 in Conway. Ihr Geschäft erlebte nach der Eröffnung einer Raststätte für Fernfahrer direkt gegenüber große Einbußen, denn die meisten potentiellen Kunden gingen nun zur Konkurrenz. Um das Interesse der Kunden zurückzugewinnen, hat die Familie sich eine besondere Attraktion für ihr Grundstück einfallen lassen: Sie vergrub fünf Volkswagen Käfer zur Hälfte in der Erde, sodass nur noch das Heck hervorlugte.

6. Blue Swallow Motel, Tucumcari, New Mexico

Wer Andenken aus den fünfziger- und sechziger Jahren liebt oder einfach nur gern auf „Zeitreise“ geht, sollte unbedingt im Blue Swallow Station machen. Dieses Motel gibt es schon seit 1939, weswegen es jetzt im National Register of Historic Places („Nationales Verzeichnis historischer Stätten“) gelistet ist. Das Interieur besteht aus altmodischen Möbeln und Objekten im Art-Deco-Look. Draußen steht stilgerecht ein Oldtimer und durch das eindrucksvolle Neon-Schild werden Sie diesen Ort sicher nicht übersehen.

blueswallowmotel.com

7. Dollar Bill Bar, Oatman, Arizona

Die Stadt Oatman ist für die Spuren der Goldgräber aus dem 19. Jahrhundert berühmt. Einer ihrer Bräuche war es, einen mit dem eigenen Namen versehenen Dollarschein an die Wand zu kleben, um eine Thekenrechnung zu eröffnen. Diese Tradition wird in der Dollar Bill Bar (in abgewandelter Form) noch immer gelebt: Hier kleben Touristen ihre unterschriebenen Dollarscheine an jedes leere Stückchen Wand, das sie inmitten der über 100.000 bereits vorhandenen Scheinchen noch finden können.

8. Emma Jean’s Holland Burger, Victorville, Kalifornien

Einer der besten Orte für ein authentisches Dinner-Erlebnis auf der Route 66 ist Emma Jean’s Holland Burger. Das Lokal ist für seine cremigen Milchshakes, knusprig-frittierten Hühnchenschnitzel, leckeren Burger und mehr als großzügigen Portionen bekannt. Vielleicht erkennen Sie es ja aus Quentin Tarantinos Film Kill Bill 2: Hier kommt Uma Thurman hereinspaziert, nachdem sie sich wieder ausgebuddelt hat. Wenn Sie den Brian Burger probiert haben, werden Sie bei diesem Restaurant jedoch an nichts anderes mehr denken können als Schweizer Käse und knuspriges, mit Parmesan überbackenes Knoblauchbrot.

Siehe auch: Praktische Verhaltenstipps für Reisen mit Ihrem ESTA