American Football: Die Leidenschaft der Nation für die USA

American Football (in den USA und Kanada einfach nur Football genannt) ist ein Rasenspiel, bei dem zwei Teams mit jeweils 11 Spielern gegeneinander antreten. Das Spielfeld ist rechteckig und hat Torpfosten an jedem Ende. Diese Erklärung hört sich schon ziemlich nach Fußball an, oder? Die Techniken und Regeln sind jedoch ganz anders.

  • Das fängt schon beim Ball an: Er ist oval und federt nicht.
  • Die angreifende Mannschaft (Offense) hat den Ball und muss auf die andere Seite des Spielfelds gelangen. Die gegnerische Seite (Defense) verteidigt ihre Hälfte des Spielfelds und versucht, selbst in den Ballbesitz zu gelangen.
  • Um zu gewinnen, muss die Offense innerhalb von 4 Spielzügen mindestens 10 Yards (ca. 9 Meter) ins gegnerische Feld vordringen.
  • Es gibt Punkte, wenn der Ball in die Endzone der Defense gespielt wird, beim „Touchdown“, und wenn er ins Tor gekickt wird.
  • Die Spieler tragen einen Kopf-, Körper- und Knieschutz, da der American Football ein Kontaktsport ist, bei dem es ganz schön derb zugehen kann.

American Football ist derzeit die beliebteste Sportart in den USA. Das gilt besonders für die Profi-Liga und die Universitätsliga. Die Profi-Liga heißt übrigens National Football League (NFL).

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Die Universitätsliga

Mit mehr als 119 Teams ist die NCAA (National Collegiate Athletic Association), die die Universitätsliga des American Football organisiert, um Einiges größer als jede andere Liga für diesen Sport. Aufgrund seiner wachsenden Beliebtheit bringt American Football die Landsleute zusammen wie kaum eine andere Sportart. Ein Universitätsstadion kann bis zu 100.000 Zuschauer aufnehmen, also sind die Uni-Stadien sogar größer als die der Profi-Liga! Das mag daran liegen, dass an den Universitäten Menschen aus dem gesamten Land zusammenkommen, während sich die Fangemeinde der professionellen Football-Clubs meistens auf die Einwohner einer Stadt beschränkt.

Die Football-Spieler an den Universitäten sind sehr engagiert, schließlich geht es nicht nur um das eigene Team, sondern auch um den Stolz, das eigene Land zu repräsentieren und um die Tradition des Teams. Beim American Football kann es also auch ganz schön emotional zugehen.

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Kleine Geschichtsstunde

Genau wie Rugby stammt der moderne American Football ursprünglich aus England. Zunächst war er nicht besonders organisiert und es gab kaum Regeln. Dann wurde der Sport jedoch zunehmend populär. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der American Football dann in England und seinen Kolonien immer besser organisiert. Es wurde ordentlich am Regelwerk gefeilt und die ersten offiziellen Teams, zum Beispiel der Oneida Club aus Boston Common in den USA, wurden auf die Beine gestellt.

Im Laufe der Jahre hat man erkannt, dass die Spieler eine aggressivere Spielweise bevorzugten, wie man sie vom Rugby kennt, und zum Tacklen auch verstärkt die Hände einsetzen wollten. Walter Camp, der „Vater des American Football“, hat als erster eine Überarbeitung des Regelwerks vorgeschlagen, wobei es weg von der britischen Tradition und hin zu einer verstärkt technischen Spielweise gehen sollte.

Wie wurde die NFL in Amerika so beliebt?

Als sich die American Football-Teams weiterverbreiteten und auch die Regeln geändert wurden, wuchs die Beliebtheit der Sportart noch weiter an. In zahlreichen Umfragen haben in den letzten Jahren mehr als 30 % der Amerikaner den American Football als ihren Lieblingssport angegeben. Damit liegt er sogar vor dem Baseball und Basketball.

Ein Sport mit hohem Unterhaltungswert

In den 1950er-Jahren holten die Amerikaner sich verstärkt Fernsehgeräte ins heimische Wohnzimmer. Das verschaffte dem American Football den endgültigen Durchbruch. Durch die Fernsehübertragungen konnte eine Vielzahl an neuen Zuschauern gewonnen werden, für die der Sport damals noch ein ganz einzigartiges Programm darstellte.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts war der jährliche Super Bowl schließlich das meistgesehene Sport-Event der Vereinigen Staaten und die meistgesehene Fernsehsendung überhaupt. Der American Football ist zu einem grundlegenden Bestandteil des amerikanischen Lebensgefühls avanciert. Heute ist das Ansehen eines Spiels auch eine feste Thanksgiving-Tradition in vielen Haushalten. An Thanksgiving veranstalten die meisten Universitäten ihr Endspiel. Diese Spiele werden liebevoll als „Turkey Bowl“ bezeichnet, da an Thanksgiving traditionell auch Truthahn gegessen wird. Viele bedeutende Marken nutzen die Spiele und deren Sendezeit für Werbung und auch Größen aus dem Showbiz, zum Beispiel Beyonce, Justin Timberlake, Janet Jackson und Bruno Mars, haben bei den Spielen regelmäßig Gastauftritte.

Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, mit diesem aufregenden Sport ein Stück amerikanischer Kultur aus nächster Nähe zu erleben und gleichzeitig Ihre Lieblingsstars live zu sehen.

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