Neue Regeln beim Visa Waiver Programm in den USA

Was ist das Visa Waiver Programm?

Das Visa Waiver Programm (VWP) ermöglicht eine visumfreie Einreise in die USA sowie Puerto Rico, die US Virgin Islands und Guam. Der Aufenthalt oder die Durchreise sind für maximal 90 Tage erlaubt. Das VWP gilt vorwiegend für touristische Zwecke, aber auch für geschäftliche Aufenthalte ist es mit gewissen Einschränkungen nutzbar. Derzeit nehmen 38 Staaten am Visa Waiver Programm teil.

Verschärfte Regelungen

Aus Sicherheitsgründen, so heißt es, wurden einige verschärfte Änderungen am Visa Waiver Programm vorgenommen, die für alle zugehörigen Länder bindend sind. Sie erschweren für einen Großteil (Deutschland sowie fast alle weiteren europäischen Länder ausgenommen) die Einreise in die USA. Zur Überprüfung von Leuten, die ihre Grenze aus Drittländern überschreiten, müssen die US-amerikanischen Informationen verwendet werden. Präsident Donald Trump hält zu Maßnahmen an, die den Visaprozess intensivieren. Dazu gehört zum Beispiel die Überprüfung des persönlichen Hintergrundes und zum Teil sogar die der Profile auf Social Media Kanälen wie Facebook oder Twitter. Auch E-Mail Konten und Telefonnummern können/sollen gegebenenfalls überprüft werden. Zudem werden US-Antiterror-Daten für das Screening von Leuten, die in die USA einreisen wollen, verwendet. Auch die teilnehmenden Länder selber sollen besser und intensiver durchleuchtet werden. So wird die USA damit beginnen Überprüfungen vorzunehmen welche Sicherheitsvorkehrungen ein jedes Land trifft, um „Insider-Bedrohungen“ an den Flughäfen entgegenzuwirken. Es muss dafür Sorge getragen werden, dass Flughafenpersonal oder Angestellte der Airlines nicht bestechlich und/oder zu einer Bedrohung für Flugzeuge werden. Dieses gilt insbesondere für Maschinen, die in den USA landen.

Pflicht zur Aufklärung bei Überschreitung der 90 Tage Frist

Eine weitere Änderung gibt es in Bezug auf die Aufklärung über Folgen bei Überschreitung der 90 Tage Frist: Liegt die Überschreitungsrate eines Landes bei 2 % so ist dieses Land verpflichtet, öffentliche Aufklärungskampagnen durchzuführen. Mit diesen Kampagnen müssen sie den Reisenden die Konsequenzen für eine Überschreitung aufzeigen. Wer vorsätzlich länger als die 90 Tage in den USA bleibt, kann anschließend niemals mehr im Rahmen des VWP in die USA einreisen. Im Klartext bedeutet dieses, dass dann für jede Reise nach Amerika in der Botschaft ein Visum beantragen werden muss. Allerdings ist hier die Gefahr groß, dass ein Visum abgelehnt wird, wenn man vorher eine Überschreitung der 90 Tage Frist hatte. Schon ein paar Tage mehr erschweren die Vergabe für ein Visum sehr. Überschreitet man seinen Aufenthalt sogar um 180 Tage oder mehr, erhält man ein Einreiseverbot zwischen 3 und 10 Jahren. In so einem Fall hilft im Prinzip nicht mal mehr der Gang zu einem Anwalt: Ein solcher Vermerk einer Überschreitung macht den Erhalt eines Visums fast unmöglich. Wer also in die USA reist und dieses gerne wiederholen möchte, tut gut daran, sich an die vorgegebene Fristen und Regeln zu halten.

Wie sich diese Regelungen am Ende auf den einzelnen Reisenden auswirken, ist natürlich sehr individuell. Wer eine Amerikareise unternehmen möchte, sollte sich rechtzeitig um die entsprechenden Genehmigungen kümmern und im Zweifel auch ein Reisebüro hinzuziehen, die sich zum Teil auch um solche Formalitäten kümmern. Dann sollte in der Regel dem Urlaub im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nichts im Wege stehen.