TSA verzeichnet in der Weihnachtszeit neuen Rekord bei den Passagierzahlen

Beim Akronym TSA (Transportation Security Administration, Deutsch: Transportsicherheitsbehörde der USA) stellen sich so manchem Reisenden unwillkürlich die Nackenhaare auf. Dabei sind die TSA-Beamten nicht etwa von Natur aus böswillig oder unhöflich. Ganz im Gegenteil: die allermeisten Beamten tun ihr Bestes, um Ihr Reiseerlebnis so sicher, einfach und stressfrei wie möglich zu gestalten.

Natürlich gibt es auch hin und wieder einen Beamten, bei dem man meinen könnte, er würde Fort Knox bewachen, und der selbst Kleinkindern die Schuhe ausziehen lässt. Das ist aber wirklich die absolute Minderheit.

Das Reisen ist an sich schon nervenaufreibend, insbesondere in der Urlaubszeit und ganz besonders, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Wenn Sie in der letzten Festtagssaison (15. Dezember bis 2. Januar) in die USA gereist sind: Glückwunsch! Sie haben gemeinsam mit Ihren Mitreisenden einen neuen Rekord aufgestellt.

In diesen rund zwei Wochen haben die TSA-Beamten etwa 42 Millionen Passagiere und mehr als 30 Millionen aufgegebene Gepäckstücke abgefertigt. Am letzten Freitag vor Weihnachten haben allein schon mehr als 2,5 Millionen Menschen die relativ neuen, verbesserten Kontrollmaßnahmen durchlaufen, mit deren Einführung die TSA im Sommer 2017 begonnen hatte. Die Maßnahmen waren vom Sekretär der amerikanischen Heimatschutzbehörde DHS, John Kelly, als Reaktion auf die Verschärfung der globalen Bedrohungen für fast 280 Flughäfen in 100 verschiedenen Staaten angekündigt worden. Das Jahr 2017 war nicht nur für die Vereinigten Staaten von Amerika voller Neuerungen.

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Das neue Sicherheitsprotokoll ist in der Hauptsache auf Elektronik ausgerichtet. Reisende müssen jetzt sämtliche elektronische Geräte ab Handygröße aus ihren Taschen nehmen – so, wie es früher nur mit Laptops gehalten wurde. Das Ziel dieser Maßnahmen: den TSA-Beamten zu helfen, Geräte leichter zu identifizieren, Reisende besser zu schützen und – hoffentlich – die Zahl unnötiger Gepäckkontrollen zu reduzieren. Unsere Welt ändert sich rasant und Sicherheitsbehörden müssen sich ständig anpassen, um mit den Entwicklungen Schritt zu halten. Durch das neue Protokoll soll der Luftraum für Passagiere und Personal sicherer gemacht werden.

Auch wenn die neuen Maßnahmen noch nicht einmal sechs Monate laufen und die TSA einen schier unübertroffenen Ansturm an Passagieren zu verzeichnen hatte, konnten sich die meisten Reisenden in der Weihnachtszeit über kurze Schlangen und eine schnelle Abfertigung freuen. Der TSA-Beauftragte David Pekoske beschrieb die Arbeit der TSA in der Hauptsaison 2017/2018 folgendermaßen: „Trotz verschärfter Sicherheitsmaßnahmen und dem der Saison entsprechend hohen Aufkommen an Passagieren haben die TSA-Beamten eine wahre Glanzleistung vollbracht. Sie haben sehr effizient gearbeitet und dabei stets die Wirksamkeit der Sicherheitsmaßnahmen in den Vordergrund gestellt. Das war eine Wahnsinnsaufgabe und ich bin sehr stolz auf sie.“

Den Statistiken zufolge haben 97 % der Passagiere weniger als 20 Minuten angestanden; 95,6 % der „TSA Precheck“-Passagiere haben sogar weniger als 5 Minuten gewartet! Für alle, denen die neuen Sicherheitsmaßnahmen absolut gegen den Strich gehen, ist der „TSA Precheck“ die perfekte Alternative. Für 100 $ oder weniger können Reisende die neuen Sicherheitsmaßnahmen nach einem unkomplizierten Anmeldeverfahren umgehen, ihre Schuhe anbehalten, ihren Laptop in der Tasche lassen und sich über kürzere Schlangen freuen.

Die TSA-Beamten sind wahrlich nicht zu beneiden, tragen sie doch die Verantwortung für die Sicherheit von Millionen von Menschen und müssen gleichzeitig einen möglichst schnellen und unkomplizierten Ablauf für die gelegentlich unkooperativen und frustrierten Reisenden gewährleisten. Die TSA kontrolliert an jedem einzelnen Tag ca. 2,1 Millionen Menschen, von denen mindestens 15 % schlechte Laune haben. Die richtige Balance zwischen Annehmlichkeit und Sicherheit zu finden, ist eine echte Gratwanderung und natürlich sollten wir im Zweifelsfall alle zur Seite der Sicherheit tendieren. Jahr für Jahr wählen immer mehr Menschen das Flugzeug als bevorzugtes Transportmittel. Zusammen mit dem erhöhten Aufkommen an globalen Sicherheitsrisiken ergibt sich daraus eine echte Herausforderung für TSA-Beamte auf der ganzen Welt. Die Behörde begegnet dieser Herausforderung mit immer ausgefeilteren Technologien und Methoden.

Wenn Sie eine Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika planen, bedenken Sie bitte: Sie sollten Ihre ESTA-Freigabe mindestens drei Tage vor dem Abflug beantragen. Den ESTA-Antrag und grundlegende Informationen zu USA-Reisen finden Sie auf https://www.esta-antrag.com/. Wer langes Anstehen hasst, sollte sich beim TSA Precheck oder Global Entry anmelden. Die Alternative: vermeiden Sie, falls möglich, das Reisen zur Hauptsaison.

Im Folgenden haben wir die 15 Tage mit dem höchsten Passagieraufkommen in der Geschichte der TSA für Sie aufgelistet. Die meisten lagen in zeitlicher Nähe zu den Feiertagen und im Sommer.

PlatzDatumÜberprüfte Passagiere und MitarbeiterInnenBesonderheiten
1.28. 11. 20042.713.864Sonntag nach Thanksgiving
2.19. 11. 20042.652.347Freitag in der Woche vor Thanksgiving
3.30. 06. 20172.647.852Freitag vor dem Wochenende zum 4. Juli
4.29. 11. 20042.642.566Montag nach Thanksgiving
5.26. 11. 20172.609.372Sonntag nach Thanksgiving
6.5. 11. 20042.569.252Hoher Andrang
7.29. 06. 20172.540.110Donnerstag vor dem Wochenende zum 4. Juli
8.1. 07. 20052.534.052Freitag vor dem Wochenende zum 4. Juli
9.26. 05. 20172.530.310Freitag vor dem Volkstrauertagswochenende
10.21. 07. 20172.527.816Hoher Andrang
11.22. 12. 20172.516.531Freitag vor Weihnachten
12.30. 06. 20052.510.037Hoher Andrang
13.4. 08. 20172.507.717Hoher Andrang
14.27. 07. 20172.506.393Hoher Andrang
15.23. 06. 20172.505.682Hoher Andrang

Quelle: TSA