Nach Hurrikan “Harvey”: Diese Städte sollten sie momentan nicht bereisen

Wissenschaftler sprechen beim Wirbelsturm “Harvey” von einer Katastrophe historischen Ausmaßes. Zahlreiche Orte sind überschwemmt und unwegbar geworden. Neben der Metropole Houston, die evakuiert werden musste, sollten Sie weitere Orte meiden.

Besonders schlimm hat es die Stadt Beaumont getroffen, die im Südosten von Texas liegt. Etwa 120.000 Menschen haben dort keinen Zugang zu fließendem Trinkwasser und müssen von außen versorgt werden. Port Arthur hat es ähnlich schlimm erwischt. Auch hier zerstörte der Wirbelsturm zahlreiche Häuser und Infrastruktur. Obwohl die Lage nicht so verheerend ist wie in Beaumont, sollte Port Arthur dennoch aktuell noch gemieden werden. Der Verkehr ist schwierig. Ein normaler Tagesablauf ist noch nicht wieder hergestellt worden. Schulen, Behörden und Geschäfte sind noch nicht wieder zum Alltag übergegangen. Teilweise ist sogar das Ausmaß des Schadens noch nicht vollständig ersichtlich. Es kann unter Umständen noch einige Zeit dauern, bis an diesen Orten wieder funktionierende Strukturen herrschen.

Die teilweise unvollständige Kraftstoffversorgung der Tankstellen in weiten Teilen des Bundesstaates Texas bringt ein zusätzliches Reiserisiko mit sich. Theoretisch funktioniert die Notversorgung, dennoch ist anzuraten, längere Strecken nicht ohne Reserven anzutreten.

 

Ebenfalls sollte die weitere Schneise von Harvey gemieden werden. Dazu zählen die Gebiete rund um Memphis, Nashville und Loisville. Rund um Houston sind Spring Creek, Cypress Creek, Greens Bayou, Dayton und das Gebiet um den Lake Houston noch teilweise überschwemmt sowie die Innenstadt.

Auch der südwestlich liegende Fluss Brazos hat einen bedenklichen hohen Wasserstand aufgewiesen, wie schon seit 800 Jahren nicht mehr, was das Gebiet um Rosenberg zu einer schwierigen Zone macht. Obwohl das Wasser rund um Houston wieder zurück gegangen ist, bleibt die Lage angespannt. Jede Hand und jeder Cent werden für den Wiederaufbau benötigt und die gewohnte Routine kehrt nur ganz langsam wieder zurück. Östlich von Houston haben viele Städte immer noch mit dem Wasser zu kämpfen. Dazu gehören die Gebiete Stowell, Anahuac, Mont Belvieu, Liberty, Hamshire, Sour Lake, China, Vidor, Orange und einige weitere.

Noch weiter östlich ist die Lage an der Grenze zu Louisiana momentan sehr schwierig. Hier hat der Sturm zwar eine deutlich niedrigere Windstärke gehabt, doch den größten Schaden haben die mitgebrachten Wassermassen angerichtet. Auch hier ist das ganze Ausmaß der Zerstörung noch nicht klar.

Bereits beim Hurrikan Katrina hat sich gezeigt, wie schnell in derartigen Krisensituationen alltäglich geglaubte Gewohnheiten nicht mehr durchführbar sind und Chaos ausbricht. Der Wirbelsturm Harvey ist in seiner Intensität um einiges stärker als Katrina von 2005, weshalb die sozialen und menschlichen Konsequenzen noch schlimmer ausfallen werden. Allein in Texas wird damit gerechnet, dass mehr als 125 Milliarden Dollar an Nothilfen benötigt werden. Dies ist die Summe, die für den Hurrikan von 2005 bemessen wurde. Die Gesamtschäden durch Harvey lassen sich aktuell noch nicht beziffern, können aber die 200 Milliarden erreichen.

Westlich von Houston entspannt sich die Lage wieder, doch droht bereits der nächste Hurrikan. Der Tropensturm “Irma” steht im Begriff Florida zu verwüsten. Zahlreiche Menschen flüchten bereits oder bereiten sich auf das Schlimmste vor. Die Lage wird von Spezialisten als “sehr gefährlich” eingeschätzt. Aufgrund der gigantischen Größe des Sturms Irma könnte es ganz Florida treffen und die Energie- und Trinkwasserversorgung könnte großflächig ausfallen. Sicherer ist es fern von der Küstenregion, im Westen des Landes. Alles rund um die Küste gilt als nicht sicher.