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Wann ist das Reisen in die USA endlich wieder möglich?

Seit nunmehr einem Jahr befindet sich die Welt im festen Griff des Corona-Virus. Das bedeutet, dass auch transkontinentales Reisen seit de facto einem Jahr nicht mehr möglich ist. Daher stellt sich für viele deutsche Reisefans, die langsam das Fernweh spüren, nur eine Frage: Wann ist ein unbeschwerter Urlaub in den USA endlich wieder möglich? In unserem Ratgeber wollen wir dieser Frage auf den Grund gehen und einen Blick in die Zukunft wagen.

Die aktuelle Situation

Aktuell ist ein Reisen in die USA fast unmöglich, schließlich wurde Ende Januar per präsidialem Beschluss ein Einreisverbot für aller Personen aus Deutschland verhängt. Allerdings kann sich die Situation auch schnell wieder ändern. Wann Reisen in die USA wieder möglich sind, hängt vor allem vom Erfolg der Corona-Impfkampagne ab. Sollte man auf Grund einer Sondererlaubnis aktuell in die USA Reisen dürfen, müssen umfassende Vorschriften beachtet werden.

Impfkampagne gegen Corona

In den USA ist die Impfkampagne gegen Corona bereits angelaufen. Und auch wenn der politische Unmut über die Geschwindigkeit der Impfungen groß ist, kann die US-Regierung eigentlich zufrieden sein. 46,4 Millionen Impfdosen wurden bereits verabreicht, mehr als 10 aus 100 Bürgern vollständig geimpft. Spätestens bis zum Sommer soll ein Großteil der US-Bevölkerung geimpft sein.

Viel wichtiger für die Einreiseverbote ist allerdings, wie schnell die Impfkampagne in anderen Ländern vorrangeht. Denn erst wenn die Corona-Zahlen auch im Ausland dramatisch sinken, wird ein Urlaub in den USA wieder möglich. Und einige Länder machen Reisefans große Hoffnungen. So zum Beispiel Israel. Dort werden inzwischen bereits Jugendliche geimpft, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen haben schon die zweite Impfung erhalten.

Und auch in den Großbritannien wird die Impfkampagne im Eiltempo durchgeführt. Das Land war übrigens von ganz Anfang an vorne mit dabei: Bereits im Dezember erhielt hier die erste Patientin auf der ganzen Welt ihre Corona-Impfung. Seitdem macht das Land weiter große Fortschritte. Jeden Tag werden zwischen 300.000 und 600.000 Einwohner Großbritanniens geimpft.

Bereits in den nächsten Wochen sollen alle über 70-Jährigen und alle Arbeitskräfte in Krankenhäusern und Pflegeheimen eine Impfung erhalten haben. Dabei spielt vor allem die Verwendung des Impfstoffes von Astra-Zeneca eine große Rolle. Denn laut einer aktuellen Studie kann hierbei die zweite Impfung länger verzögert werden. Geht diese Rechnung allerdings nicht auf, droht Großbritannien ein Impfdebakel.

Im Rest der EU ist der Impffortschritt eher bescheiden. Frankreich hat vor allem mit einer niedrigen Impfbereitschaft der eigenen Bevölkerung zu kämpfen. Andere Länder beklagen sich vor allem über Lieferengpässe. Italien wird darüber hinaus aktuell von einer Regierungskrise lahmgelegt.

In Deutschland ist die Situation wenig besser. Grund dafür sind vor allem Lieferschwierigkeiten der Pharma-Firmen. Aber auch bei der Terminvergabe und der Einrichtung der Impfzentren gibt es nach wie vor große Probleme. Darüber hinaus scheinen sich einzelne Bundesländer nicht an den nationalen Impfplan zu halten. Bisher wurden nur etwas mehr als eine Million Menschen geimpft.

Eineise in die USA

Aktuell ist eine Reise in die USA fast unmöglich. Denn am 25. Januar 2021 wurde per präsidentialem Beschluss ein Einreiseverbot verhängt. Dieses gilt für alle Personen, die sich innerhalb der letzten 14 vor der Einreise in die USA in Deutschland aufgehalten haben. Übrigens gilt das auch für alle Personen, die sich in einem anderen Land des Schengen Raums aufgehalten haben.

Allerdings gibt es davon Ausnahmen. Einmal natürlich alle US-Bürger oder Personen mit dauerhaftem Aufenthalt sowie deren Angehörigen. Aber auch für Mitglieder und Mitarbeiter internationaler Organisationen und Unternehmen gibt es Sonderregelungen.

Dennoch sind auch dann bei einer Reise in die USA viele Details zu beachten. So ist schon beim Boarding das Tragen einer Maske für alle Personen über 2 Jahre Pflicht. Darüber hinaus müssen alle Flugreisenden einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als drei Tage ist. Dies kann in elektronischer Form oder Papierform geschehen.

Während des Fluges müssen darüber hinaus umfangreiche Fragebögen ausgefüllt werden. Die Fragebögen unterscheiden sich abhängig vom jeweiligen Zielflughafen. Ohne ein Ausfüllen dieser Fragebögen ist eine Einreise in die USA nicht möglich.

Nach der Landung in den USA müssen weitere Test- und Quarantäne Regelungen eingehalten werden. Diese unterscheiden sich ebenfalls stark von Bundestaat zu Bundestaat. Die zuverlässigsten Informationen erhält man als Reisender von der eigenen Airline oder dem Auswärtigen Amt.

Darüber hinaus benötigen natürlich alle Flugreisenden in die USA auch weiterhin ein ESTA. Die Beantragung dauert mit der richtigen Hilfe nur wenige Minuten. Auch die Erteilung des ESTAs erhält man normalerweise innerhalb weniger Minuten.

Allerdings sollte man sich trotzdem rechtzeitig um die Antragsstellung bemühen. Denn die elektronische Reise Genehmigung muss bereits vor dem Boarding erteilt worden sein. Ohne ESTA wird einem der Zutritt zum Flugzeug verweht. Sobald man die eigene ESTA erhalten hat, wird diese elektronisch im Reisepass vermerkt. Ein Stempel oder andere VISA-Papiere sind nicht mehr nötig.

Mit dem ESTA kann man sich in der Regel bis zu 90 Tage am Stück in den USA aufhalten. Darüber hinaus ist die Genehmigung aber auch für ganze zwei Jahre gültig und kann so zur wiederholten Einreise genutzt werden. Ein jetzt beantragtes ESTA ist also auf jeden Fall noch gültig, wenn ein Urlaub in den USA wieder möglich ist.

Rückkehr nach Deutschland

Bei einer Rückkehr nach Deutschland gelten ebenfalls umfassende Einschränkungen. Eine Einreise kann sogar verwehrt werden. Das gilt natürlich nicht für deutsche Bürger. Allerdings muss jeder Reisende schon vor Reiseantritt einen negativen COVID Test vorweisen. Dieser Test darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Darüber hinaus muss jeder Einreisende aus den USA in sich nach der Einreise unmittelbar an den Zielort begeben. Dort muss man sich in Quarantäne begeben. Bei Symptomen müssen die zuständigen Behörden sofort verständigt werden. Auch hier können sich die Bestimmungen von Bundesland zu Bundesland wieder stark unterscheiden.

Ein Ausblick in die Zukunft

Ob Reisen in die USA bald wieder möglich sind, hängt vor allem davon ab, wie schnell Deutschland impft. Denn voraussichtlich werden erst bei sinkenden Fallzahlen die Beschränkungen wieder aufgehoben.

Aber auch dann wird wahrscheinlich nicht einfach alles wieder wie vorher. Impfnachweise, Tests und Masken werden wohl noch lange zu einer Flugreise in die USA gehören. Aber was macht das schon, wenn man dann wieder eines der schönsten und spektakulärsten Länder der Welt genießen kann? Wir können den nächsten USA Urlaub auf jeden Fall gar nicht erwarten.