Welche Voraussetzungen gibt es für die Einreise in die USA?

Die endgültige Entscheidung, in die USA einreisen zu dürfen, wird also erst am Zielflughafen oder Hafen getroffen. Um evtl. Komplikationen zu vermeiden, sollte man sich also vor Abreise in die USA schon mit der Frage befassen, welche Probleme beim amerikanischen Grenzschutz entstehen können.

In jedem Fall muss man sich an die bestehenden Gesetze und Bestimmungen halten. Dazu ist es sinnvoll, sich vorher zu informieren, was man darf und was nicht.

Die Reisenden dürfen keine Gefahr für die Gesundheit und das Wohlergehen, den Schutz und natürlich auch die Sicherheit des amerikanischen Staates darstellen.

Die Auslegung obliegt den Grenzschutzbeamten bei der Ankunft der Passagiere, da sie die einreisewilligen Menschen in Augenschein nehmen und somit die Entscheidungsbefugnis darüber haben, wer ins Land gelassen wird und wer wieder nach Hause zurückgeschickt wird. Das Recht der Beamten, über ein Ja oder Nein zur Einreise zu entscheiden, darf nicht angefochten werden und muss akzeptiert werden, auch wenn die Einsicht zur getroffenen Entscheidung fehlt. Ist die Freigabe der biometrischen Daten im Pass, also Fingerabdrücke und Fotos erteilt, ist die Verzichtserklärung rechtskräftig.

Die einzige Ausnahme, die Entscheidung eines Grenzbeamten anzufechten, ist ein gestellter Asylantrag. Ein anderer Grund wird nicht akzeptiert.

Wichtig ist, dass sich der Einreisende in seinen vorangegangen USA Reisen an die geforderten Bestimmungen und Gesetze gehalten hat.

Ein Problem könnte auch darstellen, wenn man in der Vergangenheit ein Visum beantragt hat und dieses wurde von den Behörden abgelehnt. Wird diese Frage beim ESTA-Antrag nicht richtig beantwortet, weil man es für nicht relevant hält oder die Fragestellung auf dem Antrag mit Nein beantwortet, erhält man zwar die ESTA-Freigabe. Am Ankunftsort wissen die Mitarbeiter des Grenzschutzes aber vom nicht genehmigten Visum, denn dieses ist in der Akte des Anreisenden vermerkt. Im schlechtesten Fall wird der Tourist oder Geschäftsreisende wieder zurückgeschickt.

1: LUDWIG

1: LUDWIG

Ludwig wollte bereits im Jahr 2000 in den USA Urlaub machen und hat dafür ein Touristenvisum bei einer amerikanischen Botschaft beantragt. Sein Antrag wurde allerdings abgelehnt und er hat sich seitdem nicht mehr um die Sache gekümmert.

Jetzt möchte er nach LA fliegen und hat dafür eine ESTA-Freigabe beantragt. Beim ESTA-Antrag muss man nicht nur seine persönlichen Daten angeben, sondern auch einige Sicherheitsfragen beantworten. Bei einer dieser Sicherheitsfragen geht es darum, ob dem Antragsteller bzw. dem Reisenden die Einreise in die Vereinigten Staaten in der Vergangenheit verweigert wurde. Diese Frage hat Ludwig nicht richtig verstanden und er denkt auch nicht mehr an das Problem mit dem Visum. Er beantwortet die Frage also mit Nein und erhält kurze Zeit später seine ESTA-Freigabe.

Nach der Ankunft in LA kommt er allerdings nicht weit: der abgelehnte Visumsantrag von damals ist trotz genehmigter ESTA-Freigabe in seiner Akte vermerkt. Bevor er seinen Urlaub beginnen kann, gibt es ein langes Hin und Her mit den Grenzbeamten. Beinahe wäre er unverrichteter Dinge zurück nach Deutschland geschickt worden.

2: ALEXA

2: ALEXA

Alexa ist immer um den Schutz ihrer persönlichen Daten besorgt. Sie lebt sehr zurückgezogen und möchte ihre Angelegenheiten möglichst privat halten.
Vor kurzem ist sie zum ersten Mal nach Amerika geflogen. Als der Grenzbeamte sie nach der Überprüfung ihres Passes und ihrer ESTA-Freigabe um Fingerabdrücke und biometrische Fotos gebeten hat, war sie entsetzt. Widerstand ist in solchen Fällen allerdings nicht angebracht:

Mit der Teilnahme am Visa Waiver Program willigt man der Überprüfung durch den amerikanischen Grenzschutz und der Speicherung seiner biometrischen Daten ein. Um diese Prozedur kommt kein USA-Reisender herum. Nur wer sich den Beamten gegenüber kooperativ verhält, wird in der Regel keine Probleme haben.

Wichtige Adressen und Telefonnummern von US-Botschaften und Konsulaten in Deutschland:

Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin

Pariser Platz 2

10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 83050

Amerikanisches Generalkonsulat Frankfurt

Gießener Straße 30

60435 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 75350

Amerikanisches Generalkonsulat München

Königinstraße 5

80539 München

Telefon: +49 (0)89 28880