Christiano Ronaldo’s US Promotion Tour durch Steuerprobleme gefährdet

Cristiano Ronaldo ist nicht nur der bestverdienende, sondern auch der wertvollste Fußballspieler aller Zeiten – gemessen an seinem Marktwert zuzüglich seiner Sponsoreneinnahmen, Merchandising-Umsätze und eigenen Produkterfindungen. Das hält die spanische Justiz jedoch nicht davon ab, Konsequenzen aus der großen Steueraffäre im Fußball – auch Football Leaks genannt – die u. a. von Spiegel aufgedeckt wurde – zu ziehen. Viele Fußballer stehen seither im Visier der spanischen Steuerbehörden oder mussten bereits eine Strafe akzeptieren. Neben CR7 gehört u. a. auch Lionel Messi zu den betroffenen Fußballern. Messi erhielt eine Bewährungsstrafe von 21 Monaten und eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro, weil er mehr als vier Millionen Euro hinterzogen hatte. Auch andere Fußballer der spanischen Primera Division sind in den Fokus der Steuerfahnder geraten. Die Football Leaks – eine Enthüllungsplattform ähnlich der Wikileaks – spielte mehreren großen Zeitungen und Magazinen weltweit Millionen an Dokumenten zu, die den Skandal um die hinterzogenen Fußballer-Steuern letztlich aufdeckten.

 

Was wird aus der Promotion Tour von Cristiano Ronaldo?

Für Cristiano Ronaldo und seine Fans ergeben sich dadurch zahlreiche Fragen, die sich vor allem auf die Zukunft, aber aktuell noch mehr auf die Gegenwart beziehen. Schließlich ist Ronaldo geschäftlich auf US Promotion Tour mit Real Madrid – wie auch in den vergangenen Jahren von Ende Juli bis Anfang August in den USA. Sein Pech: die Staatsanwaltschaft in Madrid hat seine Gerichtsverhandlung auf den 31.07. terminiert. Daher ist es so gut wie sicher, dass Ronaldo seinen Trip in die USA abbrechen muss oder gar nicht erst ins Flugzeug steigt. Übrigens: auch aufgrund der Visa-Bestimmungen in den Vereinigten Staaten könnte es problematisch mit der Einreise werden. Vor allem aufgrund des eingangs erwähnten Stellungswertes des Superstars aus Portugal wäre dies in sportlicher und finanzieller Hinsicht ein herber Verlust für die Königlichen. Real Madrid spielt im Rahmen der Promotour gegen Manchester City, Manchester United und den FC Barcelona, die den diesjährigen International Champions Cup in den USA austragen. Am 03. August erfolgt noch ein Test gegen eine Allstar-Auswahl der einheimischen Profilliga MLS.

 

Was kommt konkret auf Cristiano Ronaldo in den USA und Spanien zu?

Diese Frage kann noch nicht sicher beantwortet werden. Im Gegensatz zu Lionel Messi hat Ronaldo nicht nur 4,16 Millionen Euro an Steuern hinterzogen – so lautet der Vorwurf – sondern satte 14,76 Millionen Euro auf aus spanischer Sicht illegale Konten in Steuerparadiesen überwiesen und so den Behörden vorenthalten haben. Da glaubt kaum jemand ernsthaft, dass es für eine Bewährungsstrafe bzw. ein Strafmaß von unter zwei Jahren und somit auf Bewährung reicht – zumindest, wenn Ronaldo nicht Ronaldo wäre. Auch deshalb spielt der Superstar – der im vergangenen Fußballjahr so gut wie alles gewonnen hat, was man als Fußballer gewinnen kann – mit dem Gedanken eines Wechsels ins Ausland. Somit könnte das Champions League Final Anfang Juni gegen Juventus Turin auch das letzte Spiel von Ronaldo im Dress von Real gewesen sein, sollte er entweder nicht mit in die USA fliegen oder aufgrund der vorgegebenen ESTA-Bestimmungen wegen seiner Steuereskapaden und gerichtlichen Anhörung in Spanien die Einreise verweigert bekommen.